György Konrád - ein beeindruckender Gast in der KLS

Als der ungarische Schriftsteller György Konrád, dessen autobiographischen Roman „Glück“ die Schüler gerade gelesen haben, am 10. November 2014 in der vollen KLS-Aula erscheint, wird es still. Es ist ein kurzes Innehalten aus Respekt und Achtung vor dem Mann, der nach der Deportation seiner jüdischen Familie als Elfjähriger abtaucht und den Holocaust überlebt.

Die Deutsch-Leistungskursschüler haben diesen Vormittag mit dem berühmten Gast vorbereitet. Zwei Schülerinnen und ein Schüler aus der Oberstufe begrüßen den 81jährigen György Konrád und übernehmen die Moderation der Veranstaltung. Eine Diskussion kommt schnell in Gang. Viele Fragen zum Buch, zu seiner darin detailliert beschriebenen Flucht und zur aktuellen politischen Situation werden gestellt. Die sanfte und freundliche Ausstrahlung des Schriftstellers vertreibt schnell alle Scheu bei den Schülerinnen und Schülern. Zugewandt und eindrucksvoll sind Konráds Antworten. Warum er so gut Deutsch kann wird er gefragt und ob er nicht wahnsinnig sauer sei, darüber was man ihm angetan hätte. Konráds Antwort darauf kommt schnell. Er möge das Gefühl sauer zu sein nicht.

 

 

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