Stiftung

Von der Mädchenbildung zur Bildung für alle

Die Königin-Luise-Stiftung zählt zu den ältesten privaten Bildungseinrichtungen in Deutschland und wurde 2011 zweihundert Jahre alt. Aus Bürgergeist und Spenden gegründet, förderte sie im ersten Jahrhundert vor allem Mädchen und junge Frauen – oft mit dem Ziel, Lehrerinnen oder Erzieherinnen zu werden. Entstanden im Gedenken an Königin Luise, die ihren eigenen Mangel an Bildung beklagte und Verbesserungen für kommende Generationen forderte. Heute steht die Stiftung für hochwertige Bildung für alle.

Festreden

200 Jahre Königin-Luise-Stiftung

  • Festrede von Frau Range-Schmedes

    Anlässlich des 200-jährigen Bestehens der Königin-Luise-Stiftung blickt Frau Range-Schmedes in ihrer Festrede auf die besondere Geschichte der Stiftung zurück: auf 200 Jahre Bildungsarbeit im Spannungsfeld von Tradition und Erneuerung, Emanzipation und sozialer Verantwortung – getragen bis heute von den Menschen, die sie gestalten.

  • Festrede von Herrn Prof. Zöllner

    Die Festrede würdigt 200 Jahre Engagement der Königin-Luise-Stiftung für Bildung, Gemeinwohl und die Überwindung von Bildungsschranken. Sie hebt die besondere Rolle der Stiftung als sozial verantwortliche Schule in freier Trägerschaft hervor und zeigt, wie Vielfalt, Eigenverantwortung und Qualitätsanspruch Schulen heute prägen – unabhängig von Trägerschaft und Standort.

Historisches Archiv

Unser historisches Archiv ist mehr als nur ein Denkmal für die Königin. Die zeitgenössischen Dokumente spiegeln die einzigartige Geschichte der Königin-Luise-Stiftung.

Soziales Miteinander

Dieses Echo aus vergangener Zeit hallt nach, ist doch auch die Stiftung der Gegenwart um ein soziales Miteinander aller Schülerinnen und Schüler bemüht und räumt dem Gründergeist der sozialen Integration stets Raum ein. Lernten früher Bürger- und Arbeitertöchter zusammen mit den Töchtern des preußischen Adels, so findet auch heute eine Schülerschaft aus ganz Berlin (und Brandenburg) den Weg in die Stiftung. Konstitutiver Bestandteil der Stiftung ist und bleibt dabei das Jugendhilfeinternat, mit seinen derzeit rund 30 Schülerinnen und Schülern. Chancengerechtigkeit wird durch die einkommensabhängige Schulgeldstaffelung garantiert.

 

Vielfalt und Offenheit

Die Nachfrage nach unserer familiären Lernumgebung ist seit Jahren hoch – zuletzt kamen rund vier Bewerbungen auf einen Platz in den neuen 7. Klassen von Gymnasium und ISS. Klassen mit 20–24 Schüler:innen ermöglichen individuelle Förderung in kleinen Lerngruppen. Als Mitglied im Diakonischen Werk betonen wir christliche Werte im Miteinander, sind aber keine konfessionelle Schule. Viele Schüler:innen anderer oder keiner Konfession sind selbstverständlich Teil unserer Gemeinschaft – gelebte Offenheit und Toleranz.

Zwischen Tradition und Moderne

Wir feiern jedes Jahr das Stiftungsfest mit Ehemaligen, besuchen die Leipziger Buchmesse, fahren traditionell mit der Oberstufe zum Skifahren – und arbeiten zugleich in allen Bereichen digital. Schulstation und schulpsychologischer Dienst unterstützen bei Bedarf Eltern und Kinder; unsere Fachräume sind top ausgestattet, die Wetterfahne über dem Altbau stammt aus Kaisers Zeiten. In unseren relativ kleinen Schulen mit rund 950 Schüler:innen verbinden wir hohen Leistungsanspruch mit vielen Wahlmöglichkeiten und außerschulischen Angeboten. Eine zentrale Maxime: Kinder sollen Dinge selbst tun und lernen – und werden dabei verlässlich begleitet.

Viele Wege können zum Ziel führen

Durchlässigkeit und individuelle Förderung zeigen sich auch in dem besonderen Verzahnungsmodell zwischen Integrierter Sekundarschule und Gymnasium, die in der Gymnasialen Oberstufe koopieren. So können Jugendliche nach zwei oder drei Jahren das Abitur bei entsprechender Leistung ablegen. Wer sich an der ISS bewährt, kann seinen Weg in die Oberstufe bis zum Abitur fortsetzen, eventuell sofort in der nur zweijährigen Oberstufe des Gymnasiums. Benötigen Gymnasiasten ein Jahr länger in der Oberstufe, so kann der Weg über eine 11.Klasse der ISS sinnvoll sein. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler beginnen bereits in der ersten Grundschulklasse, nach Wahl auch im Maria-Montessorri-Zweig, ihren Weg durch eine hoffentlich erfolgreiche, kind- wie zeitgemäße Schulzeit.